Suche
  • abcwerk | texte und publikationen
  • Karin Keller | hallo@abcwerk.ch
Suche Menü

Broschüre erstellen Teil 2: Texte und Bilder

Broschüre erstellen: Texte und Bilder

Eine Broschüre ist ein hervorragendes Kommunikationsinstrument für Unternehmen und Institutionen. In meinem zweiteiligen Artikel zeige ich Ihnen, wie Sie eine Broschüre erstellen. Im ersten Teil ging’s um Aufbau und Konzept, heute widmen wir uns den Texten, Bildern und weiteren Inhalten.

Bleiben wir beim Beispiel der Wohnbaugenossenschaft und stellen wir uns vor, Sie erstellen eine Vermietungsbroschüre für einen Neubau. Zweck und Zielgruppen haben Sie definiert, die Inhalte und Informationen bestimmt und die Struktur festgelegt.

Texte und Bilder – keine Konkurrenz, sondern perfekte Ergänzung

Bilder und Texte sprechen uns unterschiedlich an: Während Bilder uns auf der emotionalen Ebene «erwischen», brauchen wir für Texte die rationale Seite unseres Hirns.

Bilder werden ganzheitlich aufgenommen und fast automatisch vom Hirn verarbeitet. Wir verstehen meist sofort, um was geht, mehr noch – wir spüren die Bilder, denn sie (re)aktivieren gespeicherte Gefühle.

Texte sind anstrengender: Wir müssen sie lesen, verstehen, einordnen. Gleichzeitig können Texte aber viel mehr Informationen vermitteln als dies Bilder können.

In Ihrer Vermietungsbroschüre müssen Sie Fakten klären: Wo befinden sich die Gebäude, wie viele Wohnungen sind zu vermieten, wie viele Zimmer haben die Wohnungen und was kosten sie?

Gleichzeitig bewegen Sie sich in einem hochemotionalen Thema: Wohnen ist wohlfühlen, sich zurückziehen, mit Familie und Freunden beisammensein, streiten, versöhnen, geniessen.

Gelingt es Ihnen, diese beiden Ebenen zu vereinen, wird Ihre Broschüre gerne gelesen.

Bilder, die Emotionen wecken

Sie haben in Ihrem Konzept bereits die einzelnen Seiten der Broschüre skizziert. Sie wissen deshalb, wo Sie Bilder brauchen.

Gehen Sie nun einen Schritt weiter und bestimmen Sie eine Bildwelt. Für eine Vermietungsbroschüre bietet sich das Thema Wohnen an. Sie brauchen also Bilder, die Häuser, Siedlungen, Wohnungen, Mieter zeigen. In Ihrem Fall sollten Sie mit farbigen, realistischen Bildern arbeiten. Vermutlich werden Sie auch einige Visualisierungen integrieren, da Ihre Häuser noch nicht stehen.

Verwenden Sie unbedingt professionelle Bilder, die von einem Fotografen gemacht wurden und vermeiden Sie es, mit sogenannten Stockphotos zu arbeiten.

Besonders geeignet sind Bilder mit Menschen drauf. Denn Menschen lieben Menschen. Zeigen Sie ein verliebtes Paar auf einem Sofa. Kinder, die auf einem Spielplatz toben. Nachbarn, die im Garten um einen Tisch sitzen.

Texte, die informieren und unterhalten

Bilder eignen sich vor allem, um einen ersten Kontakt zu den Lesern herzustellen. Wenn ein Bild sie berührt, haben sie Lust, die Texte zu lesen.

Dank Ihrem Inhaltsgerüst wissen Sie bereits, welche Informationen Sie auf den einzelnen Seiten vermitteln wollen. Nun geht es ans Texten.

Beim Schreiben haben Sie immer Ihre Zielgruppe und deren Bedürfnisse im Hinterkopf. Die Leser, nicht Sie, stehen im Mittelpunkt.

Schreiben Sie lieber «Als Familie brauchen Sie eine geräumige Wohnung – damit Sie gemeinsame Zeit verbringen können, aber auch, damit sich jeder zurückziehen kann.» statt «Unsere Wohnungen sind mit über 100 Quadratmetern geräumig und eignen sich besonders für Familien.»

Passen Sie den Stil der Zielgruppe an: Wenn Sie Alterswohnungen vermieten muss die Sprache eine andere sein als bei Familienwohnungen.

Schreiben Sie kurz und lassen Sie überflüssige Informationen weg. Strukturieren Sie die Texte durch Titel, Subtitel, Aufzählungen und Abschnitte.

Schreiben Sie gute Texte und achten Sie auf einheitliche Schreibweisen.

Inhalte, die auflockern

Texte und Bilder sind nicht die einzigen Inhalte, die Sie in Ihrer Vermietungsbroschüre integrieren sollten.

Mit Grafiken vermitteln Sie Informationen auf lockere Art – warum nicht den Wohnungsschlüssel in einem Kuchendiagramm präsentieren?

Testimonials, neudeutsch für Referenzen, können helfen die Leser zu überzeugen. Zitieren Sie zum Beispiel Bewohner einer anderen Siedlung, die die gute Nachbarschaft loben.

Die Wohnungen können Sie natürlich beschreiben, verständlicher wird es aber, wenn Sie auch die Grundrisse abbilden.

Und die Lage der neuen Siedlung zeigen Sie auf einer Umgebungskarte, ergänzt durch Informationen zu öffentlichem Verkehr, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten.

Mehr Tipps? Abonnieren Sie meinen Newsletter

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.