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Eigene Website mit Jimdo – Pro und Contra

Mit Jimdo kann jeder seine eigene Website erstellen. Mit diesen Worten wirbt die deutsche Firma Jimdo, die eine Baukastenlösung anbietet. Aber ist es wirklich so einfach?

Ich habe bereits mehrere Websites mit Jimdo umgesetzt und muss sagen, dass ich ein grosser Fan von diesem Produkt bin. Doch natürlich gibt es auch gewisse Einschränkungen. Ich zeige in diesem Blogpost Stärken und Schwächen von Jimdo auf.

Liebe auf den zweiten Blick

Als ich zum ersten Mal über Jimdo gestolpert bin, dachte ich nur «Oh mein Gott». Die Website, die ich vor mir hatte, war unstrukturiert, die Inhalte unübersichtlich präsentiert und das Design veraltet. Im Impressum stand, dass die Seite mit Jimdo umgesetzt worden war und dass mit diesem Produkt jeder im Nullkommanichts seine Website erstellen könne. Einfach Design auswählen und die Inhalte in Sekundenschnelle integrieren. Ich war äusserst skeptisch.

Dem Website-Betreiber sagte ich, dass seine Website gar nicht geht und schrieb eine Offerte für eine Überarbeitung. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch überzeugt, dass ich ihm eine WordPress-Umsetzung verkaufen werde, war aber gleichzeitig gezwungen, mich etwas näher mit diesem Jimdo zu befassen.

Um das Tool kennenzulernen, richtete ich eine eigene Testseite ein und siehe da: Es war wirklich extrem einfach und intuitiv. Bei der Gratisversion bekam ich zwar keine eigene Domain, konnte aber die übrigen Funktionen fast ohne Einschränkungen nutzen.

Pluspunkte

Nutzerfreundlichkeit: Egal, ob Auswahl oder Anpassung des Designs, Einrichten der Domain oder Integration der Inhalte – als Nutzer wird man optimal geführt und kommt wirklich selten an den Punkt, wo man gar nicht mehr weiter weiss.

Design: Seit Sommer 2014 stehen neue Designs zur Verfügung, die optisch sehr ansprechend sind und den heutigen Standards entsprechen. Schrifttypen und -grössen, Farben und Elemente lassen sich zu einem grossen Teil flexibel anpassen. Davor kamen die Designs etwas altbacken daher, die neuen Designs zeigen aber, dass die Jimdo-Entwickler laufend an ihrem Produkt arbeiten.

Inhaltselemente: Es gibt zahlreiche Inhaltselemente, die man einfach per Klick auswählt. Überschriften, Textfelder, Downloads, Tabellen, Bildergalerien und Formulare lassen sich spielend leicht integrieren und bearbeiten. Mir gefällt besonders die Möglichkeit, den Inhaltsbereich in mehrere Spalten aufteilen zu können. So wird das Aussehen der Seite noch individueller und die Inhalte können sinnvoll platziert werden.

Unterstützung: Kommt man einmal nicht weiter, bietet die Jimdo-Hilfe eine wirklich umfangreiche Unterstützung. Und wer dort nicht fündig wird, kann auch jederzeit den freundlichen Support kontaktieren.

Suchmaschinenoptimierung: Die Basics stellt Jimdo zur Verfügung. Für jede Seite kann man Seitentitel, Description und Keywords integrieren und sieht auch direkt eine Vorschau, wie das Snippet dann bei Google aussehen wird.

Analyse: Standardmässig ist Google Analytics installiert und einige Kennzahlen sind direkt in der Oberfläche abrufbar. Dies ist aber doch eher rudimentär und ich empfehle für eine vertiefte Analyse ein eigenes Analytics-Konto einzurichten und zu integrieren. Das geht zum Glück ganz einfach bei Jimdo.

Minuspunkte

An Jimdo selber kann ich eigentlich wenig aussetzen. Natürlich, es ist und bleibt ein Baukastensystem und nicht jedes Element oder jede Gestaltung, die man sich auf seiner Website wünscht, ist realisierbar.

Trotzdem gibt es für mich einen Grund, am Versprechen «Jeder kann eine Website erstellen» zu zweifeln. Denn was hier nicht berücksichtigt wird, ist das Konzept, das hinter einer Website steht und die Inhalte, die präsentiert werden. Es ist möglich, mit Jimdo ein Design auszuwählen, anzupassen und sofort die Inhalte zu integrieren. Doch das führt allzu oft auch dazu, dass unlogische Navigationen, haarsträubende Farbkombinationen, unsinnige Informationen, miserable Bilder und schlechte Texte online gestellt werden.

Deshalb meine Empfehlung:

Die Arbeit mit Jimdo ist einfach und macht Spass. Überlassen Sie aber das Konzept und die Redaktion Ihrer Website einem Profi. Dann steht einer erfolgreichen Website nichts mehr im Wege.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Karin
    Hey echt super geschriebenen Artikel. Ich bin Handwerker und erstelle mir Webseiten nur nebenbei. Es macht mir aber unglaublich viel Spass mich kreativ ausleben zu können. Auch die Möglichkeit, damit Geld zu verdienen (Affiliate), ist schlichtweg genial.

    Als ich vor Jahren damit angefangen habe, habe ich mich extrem mit WordPress beschäftigt. Ja es stimmt, man kann damit wirklich alles umsetzen. ABER um was cooles auf die Beine zu stellen, dass dann auch noch einwandfrei funktioniert vergehen Jahre. Trotz den richtigen Einstellungen und Plugins wurde eine Seite von mir (leider die beste) ständig gehackt, was dann am Ende auch zu einer Abstrafung bei Google geführt hatte.

    Also was ich damit sagen möchte; WordPress ist super, aber man braucht sich ständig um Aktualisierungen, BackUps, veraltete Plugins etc. kümmern und diesen Aufwand sollte man nicht unterschätzen. Ich bin jetzt seit 2 Wochen bei Jimdo und einfach super zufrieden! Es ist zwar ein Rückschritt von WordPress zu einem Baukasten, aber ich bin happy. Wenn ich nun mit Jimdo vergleichbare Suchmaschinenplatzierungen erreichen kann, werde ich nie wieder eine andere Software anfassen.

    Boahh sorry für den langen Kommentar, aber ich bin grad echt euphorisch… 🙂

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    • Hallo Andi,

      schreibst Du uns noch hier ob du die gewünschten Suchmaschinenplatzierungen mit Jimdo erreicht hast? Das wäre glaube ich für alle eine sehr hilfreiche Information.

      LG,
      Peter

      Antworten

  2. Die SEO-Tauglichkeit von Jimdo ist eine grosse Stärke. Die Seiten von Jimdo sind zu einem gewissen Grad SEO-optimiert und bieten im Weiteren sehr gute On-Page Optimierungsmöglichkeiten. Jimdo-Kunden haben zudem einen vollen Zugriff auf Seitentitel, Meta-Discription und URL. Sämtliche Jimdo Seiten sind ebenso SSL-verschlüsselt. Für das SEO ist dies sehr wichtig.
    Tim von TEK MEDIA
    Grüsse aus Wabern
    http://www.swisswebdesign.com

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